Handwerkerausbildung

Es gilt das Prinzip „learning by doing“ , während des Schulbaus wird das dazu nötige Wissen vermittelt: Am Bau selbst und in kurzfristig dafür eingerichteten „Handwerkerschulen“.

Hier lernten z.B. die ersten Auszubildenden von Sekou Bangoura:

  • die Baustellenorganisation
  • die Vermessung
  • den Umgang mit importierten Werkzeugen
  • die Herstellung traditioneller Werkzeuge
  • den Umgang mit den Baustoffen


Mittlerweile arbeiten auch Ausgebildete des ersten Schulbaus in Fodeya für eine geringe Bezahlung in Kanty (2. Schule) als „Vorarbeiter“ und geben als Multiplikatoren ihr Wissen weiter.

Schule

Es gibt eine Schuluniform. In einem Klassenraum (60qm) werden jeweils 2 Lerngruppen unterrichtet. Für diese vier „Klassen“ gibt es 2 Lehrer/-innen und einen Agrarlehrer.

Die Entlohnung der Lehrer/-innen ist wie folgt geregelt:

  1. Das in Guinea übliche Gehalt wird von ALB gezahlt
  2. Verpflegung und Unterkunft werden vom Dorf gestellt

Es wird großer Wert darauf gelegt, dass Mädchen zur Schule gehen können. In Fodeya werden derzeit 50 Jungen und 60 Mädchen unterrichtet.

Lehrplan für die Schüler/-innen
Die Unterrichtssprache ist Sousous, Fremdsprachen sind französisch und deutsch. Der Lehrplan beinhaltet:

  • die Vermittlung der Grundlagen: Lesen, Schreiben, Rechnen
  • Biologie und Geschichte
  • Lebenskunde und Sport
  • handwerkliche und landwirtschaftliche Kenntnisse

Es geht darum die Kreativität der Schüler-/innen zu wecken und sie darin zu unterstützen selbständig Problemlösungsansätze zu finden.
Außerdem sollen alle Unterrichtsmaterialien an die Situation im Land angepasst werden. Z.B. ist das Wissen über die napoleonischen Kriege aus französischen Lehrbüchern wenig in der Lage, zu einem Geschichtsbewusstsein jüngerer, westafrikanischer Menschen beizutragen. Im Schulkonzept von ALB erzählen eher Dorfälteste z.B. afrikanische Geschichte(n), auch aus der Kolonialzeit.
Im Fach Lebenskunde geht es u.a. um Gesundheitsvorsorge und Hygiene, auch die Beschneidung der Mädchen wird hier problematisiert und über ihre Folgen informiert.


Lehrplan für die lehrer/-innen

Da bisher keine guineischen Lehrer großes Interesse bekunden auf Dörfern zu leben, stellt ALB Abiturienten/Abiturientinnen ein und ermöglicht ihnen pädagogische Fortbildungen.
Deutsche Partnerschulen und Lehrer/-innen unterstützen mit Materialien zu Unterricht und Didaktik.


In Fodeya hat der RC-Oyten im Rahmen seiner Kampagne gegen Analphabetismus ein Schulgebäude mit zwei Klassenräumen, ein Büro, eine WC-Anlage, ein Klärgrube und die Wasserversorgung finanziert. Der Schulbetrieb läuft schon seit 2006.


In der Gemeinde Kanty wird ebenfalls eine Schule gebaut. Zurzeit steht schon das Schulgebäude, und es fehlen nur noch die Fenster, die Türen, die Möblierung, die WC-Anlage, die Klärgrube und die Wasserversorgung. Der ZOBB Bremen und andere Unterstützer haben diese Schule finanziert.


In der Schule in Fodeya haben wir durch die Hilfe von RC-Oyten mit dem Partner Rotary Club Camayenneen in Guinea, einen Brunnen gebaut. Zurzeit läuft der Brunnen schon.