Jahresbericht 2011/2012

Die Kandidaten

Im diesem Jahr 2012 hat die Schule in Fodeya 6 Kandidatinnen für den Übergang zur Klasse 7e gewählt. Die Besten sollen die Schule bei der Prüfung in „Friguiagbé Centre“ repräsentieren.


Allerdings, müssen die Kandidatinnen, zuerst eine interne Prüfung ablegen und nur die Besten dürfen am Examen teilnehmen. Nachdem die Lehrer die Schülerinnen geprüft hatten, haben Sie sich für 2 Schülerinnen entschieden. Die anderen Schülerinnen, die es nicht geschafft haben, werden die 6. Klasse noch einmal wiederholen.


Nach der internen Prüfung haben die Lehrerinnen sich für 2 Schülerinnen entschieden.


Die Schule Fodeya hat also 2 Kandidatinnen, ein Mädchen (13 Jahre) und einen Jungen (14 Jahre) in die Prüfung geschickt. Sie hat drei Tage lang gedauert. Die beiden Kandidatinnen aus der Schule Fodeya haben mit sehr gut bestanden. Sie haben es geschafft in die Hauptschule zu gehen.


Die nächste Prüfung findet im Juli 2013 statt. Die Kandidatinnen, die es nicht geschafft haben, müssen ein Jahr warten. Jeder Kandidat hat nur eine Chance zur Wiederholung; so ist das Schulgesetz in Guinea.


Hier haben sich alle Kandidatinnen aus verschiedenen Schulen in der Region Friguiagbé getroffen. Es waren 8350 Schülerinnen aus verschiedenen Schulen in der Region Friguiagbé.
Nach der Prüfung gab es eine Sitzung in der Schule Fodeya.
Das Thema: warum haben die vier anderen Schülerinnen es nicht geschafft? Die Antwort ist: die Schülerinnen haben keine Möglichkeit zu Hause zu lernen. Sie haben kein eigenes Zimmer, keinen Schreibtisch etc.
Bei der Sitzung wurde auch festgestellt, dass die Kindereltern gar nichts für die Kinder tun, nur die Mütter versuchen dem Kind zu helfen. Alle Entscheidungen in Bezug auf das Kind bestimmt nur der Vater. Die Mütter haben keine Macht. Die Fortsetzung dieser Sitzung wird nach den Ferien in der Schule Fodeya stattfinden.


Jahresbericht 2010/2011

Politik

Nach den politischen Turbulenzen des vergangenen Jahres (2010) hat sich die allgemeine Lage in Guinea wieder gebessert. Es gibt wieder Hoffnung, und die Menschen haben ihre Aktivitäten wieder aufgenommen. Die Menschen in Guinea haben sich für einen Wechsel entschieden. Lediglich die Anhänger der Verlierer waren nicht mit den Wahlergebnissen zufrieden und sind deswegen auf die Straße gegangen, um zu demonstrieren. Daraufhin hat es eine Auseinandersetzung zwischen den Demonstranten und der Polizei gegeben. Im Allgemeinen hat sich die Lage jedoch beruhigt.

In Fodeya

In der Schule geht es weiter mit der neuen Stufe: wir haben nämlich die sechste Klasse erreicht, also werden im nächsten Jahr (2012) unsere SchülerInnen ihre erste größere Prüfung (Examen; Übergang zum „Collège“) erleben.

Besuch aus Bremen

Jedes Jahr bekommen wir in der Schule Besuch aus Deutschland. In diesem Jahr (2011) haben wir drei Gäste aus Bremen zu Besuch bekommen. Sie haben zwei Wochen lang mit uns interessante Erkundungen gemacht und dabei Vieles erlebt und gesehen. Für die SchülerInnen war der Besuch aus Bremen auch sehr interessant. Sie konnten die Besucher hautnah erleben, ihnen Geschenke überreichen, einen Festabend organisieren und ein Fußballturnier für die Gäste auf die Beine stellen. Zwei Wochen lang gaben sie den Gästen Einblick in den Schulbetrieb in Fodeya. Es war ein besonderes Erlebnis für die Kinder und die Gäste. Die Gäste aus Bremen: Herr Pastor Hans-Gerhard Klatt (Evangelisches Bildungswerk Bremen), Frau Dr. Andrea Hauser (Kulturwissenschaftlerin) und Frau Veronika Kroeker (Forum Kirche).

Werder Bremen

Im Jahr 2010 hat Werder Bremen uns wieder Fußball-Sachen gespendet und zwar viele Bälle, Trikots, Hosen und Schuhe, die z. B. zum Einsatz kamen beim Fußballturnier während des Festtages an der Schule in Fodeya. In Kanty ist weiter gebaut worden. Im Oktober 2011 wird dort der Unterricht beginnen. Und im Dezember 2011 wird die Schule in Kanty eingeweiht

Kanty

In Kanty ist weiter gebaut worden. Im Oktober 2011 wird dort der Unterricht beginnen. Und im Dezember 2011 wird die Schule in Kanty eingeweiht.

 


Wondekhouree

Wondekhouree ist auch eine Dorfgemeinde, und liegt etwa 25 km vom ALB/NRO-Büro entfernt. In Wondekhouree wird die nächste Schule gebaut. Wir haben dort mit den Einwohnern und den Menschen aus Nachbar-Gemeinden ein Fundament gegossen. Nach der Regenzeit werden wir weiter – zusammen mit der Gemeinde – an der Schule bauen.

Hilfe des RC-Oyten

In der Schule in Fodeya haben wir durch die Hilfe des RC-Oyten mit dem Partner, dem Rotary Club Camayenneen in Guinea, einen Brunnen gebaut. Zurzeit läuft der Brunnen schon.



Dorfgemeinde Malaya Sousou

In Malya Sousou soll ebenfalls eine Schule in Hilfe zu Selbsthilfeprojekt gebaut werden. Zurzeit ist wie vielen Dörfer und Gemeinde - die Situation dort gekennzeichnet durch die Tatsache, dass ein oder mehren Dorfgemeinden mit drei oder vielen Sektoren Keine Schule in der näheren Umgebend haben. In der Gemeinde Malya Sousou sind ungefähr 1.500 Einwohner registriert. In 3 Sektoren leben 750 Kinder im schulpflichtigen Alter. Es gibt keine öffentlichen Schulen und Privatschulen, aber eine Analphabetisierungsquote von derzeit 90% Folgende Gründe liegen der beschriebenen Problematik zugrunde: die großen Entfernungen zwischen den Ortschaften und zur Schule betragen 15 km.

Die Gemeinde von Malya Sousou lebt von der Landwirtschaft. Gehandelt werden hauptsächlich: Vieh und Fisch, Ananas, Bananen, Mangos, Orangen, Avocados und andere Früchte; Gemüse, Yokka, Ourée etc.

Mit dem Formel „Tai“ (das ist ein Konzept) soll eine Schulgebäude mit drei Klassenräumen, ein Büro und ein WC-Anlage gebaut werden.

„Tai“ bedeutet in diesem Fall, dass die Schule von der Gemeinde selbst finanziert werden soll. D.h. jeder Einwohner soll einen Beitrag an die Gemeinde zahlen. Die Beiträge sind so festgelegt, dass jeder in der Lage ist, ohne Probleme den Beitrag zu zahlen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist auch ein Komitee mit Funktionären aus verschiedenen Fraktionen (ältere und jüngere Menschen; Frauen und Männer) gewählt worden. Das Ziel des Komitees ist es, das Vorhaben (die Schule) zu realisieren.

Zurzeit läuft alles gut. Die Einwohner haben auch schon angefangen den Beitrag zu zahlen.
Wenn es uns gelingt das Projekt zur verwirklichen, werden viele Dörfer in der Umgebung und anderswo davon profitieren können.

In der Schule in Kanty haben wir eine Aktion durchgeführt. Wir haben nämlich - ganz nach unserem Motto „Bäume für die Schule in Kanty“ - viele verschiedene Bäume angepflanzt…

 

NRO/ALB-Büro in Frigiuagbé
Das Büro in Frigiuagbé wurde von der Kania-Gruppe (Bremen) mitfinanziert. Die Aussen-und Innen-Arbeiten sind bereits abgeschlossen. Es fehlt nur noch die Büroausstattung.

 


Jahresbericht:2012/2013
 
Am schwarzen Brett


Die Wasserpumpe (Fourage) lebensrettend.

Jedes Jahr wird die Pumpe von einem Klempner gereinigt. Die Wasserleitung und die Pumpe selber werden komplett geprüft und anschließend nimmt er eine Wasserprobe mit zum Labor nach Conakry, dort wird das Wasser untersucht. Ergebnis: das Wasser in der Schule Fodeya ist sehr gut. Die gesamte Aktion wird von den Einnahmen aus dem Wassertopf finanziert. Obwohl die Einnahmen sehr gering sind, können wir trotzdem die Wasserpumpenreinigung und das Probenehmen aus unserer Wasserkasse bezahlen.

Inzwischen haben wir auch einen neuen Lehrer und eine neue Lehrerin von der Schulbehörde bekommen. Die beiden neuen Lehrkräfte werden die früheren Lehrerinnen ersetzen. Eine Lehrerin hat ein Kind bekommen, und sie kann deswegen nicht weiter unterrichten. Die andere Lehrerin hat die Stadt gewechselt.




Ein Schüler

ist im vergangenen Monat wegen ungeklärter Krankheiten gestorben: Mohamed Soumah, 8 Jahre (jung), zweite Klasse.




Ein anderer Mitschüler

ist verunglückt: er hat sein rechtes Auge verloren; das Unglück ist in einem anderen Dorf (16 km weit von seinem Elternhaus entfernt) passiert. Der Schüler wollte erst nicht mitfahren, aber sein Vater hat ihn gezwungen mitzufahren: Alpha Seny Soumah, 10 Jahre (jung), vierte Klasse.




Drei Schülerinnen

sind im letzten Monat nicht mehr zur Schule gekommen, weil die Eltern sie mit in ein anderes Dorf geschleppt haben, um sie an der Beschneidung teilnehmen zu lassen. Keiner von den Eltern der Kinder hat uns mitgeteilt, dass sein Kind irgendwohin verschwunden ist! Die Kinder sind erst dann aufgetaucht, als sie wieder gesund waren. Danach sind sie auch wieder zur Schule gegangen. Die Schülerinnen sind zwischen 6 und 9 Jahre alt, eine ist in der zweiten Klasse, die beiden anderen in der vierten Klasse.


Schulgarten

Endlich haben wir mit der Gartenbearbeitung in der Schule begonnen. Solange wir genügend Wasser in der Schule haben – und das ist zurzeit der Fall - werden wir auch zukünftig viel mit der Schulgartenpflege zu tun haben. Wir haben mit dem Gemüseanbau begonnen. Nach den Ferien werden wir damit fortfahren.


Kantine Scolaire

Die Kantine ist zurzeit geschlossen! Wegen der hohen Inflationsrate (die Lebensmittel sind im Moment sehr teuer) habe ich die Kantine geschlossen. Die Menschen geben im Augenblick nicht gern viel Geld für Restaurants aus, sondern sparen es lieber.


Plantage (Ananas)

In der Plantage haben wir ebenfalls geerntet. Vergleich zu letzter ernte im Jahr 2008, haben wir gewinnen erzielt.


Die Patenschaft der Waisenkinder

Die Patenschaft der Waisenkinder in der Schule in Fodeya ist durch engagierte Eltern der Eichen-Schule in Scheessel übernommen worden.