Jahresbericht 2012/2013

Die Schule Kanty

„Der Stolz der ganzen Dorfgemeinde“

Endlich hat Kanty seine Schule! Sie sind sehr stolz darauf, dass sie auch eine Schule in „Hilfe zur Selbsthilfe“ gebaut haben.


Der Repräsentant von KANIA e.V., Herr Stefan Peters, hat die die Einweihung geleitet.
…so wird das traditionelle Gastgeschenk überreicht


Die Gemeinde Kanty hat nicht nur die Schule mitgebaut, sondern sie haben auch viele junge Handwerker ausgebildet, die das Schulbauprojekt mitgemacht haben. In der Zukunft, wenn es in der Schule etwas zu reparieren oder zu konstruieren gibt, dann sind die Handwerker dafür zuständig. Oder in der Gemeinde selbst und in den in der Umgebung liegenden Dörfern muss etwas gebaut werden, dann werden die Handwerker auch das erledigen.


Damit hat man erreicht, dass die Gemeinde Kanty und seine Nachbardörfer nicht nur eine Schule bekommen haben, sondern sie haben nun auch gut ausgebildete junge Handwerker unter sich. In Zukunft kann man sicher sein, dass diese Art von Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt.


Damit hat man auch erreicht, dass die Kinder aus der Gemeinde Kanty und aus den Nachbardörfern nicht mehr als 1 km zur Schule laufen müssen. D.h., auch in der Zukunft haben die Kinder aus der Gemeinde Kanty eine Chance sich weiter zu entwickeln.


Hier gilt quasi ein ‚Naturgesetz‘: Wenn eine Gemeinde eine Schule, ein Minikrankenstation und einen Brunnen hat, dann hat diese Gemeinde viel mehr Chancen sich weiter zu entwickeln als eine Nachbargemeinde. In Zukunft wird dort keiner mehr von Problemen des Analphabetismus und der Gesundheitsversorgung sprechen. Auch die Kindersterblichkeit wird dort reduziert werden.


Die Menschen in Kanty und Umgebungen haben zusammen mit der NRO/ALB und den Partnern aus Bremen eine Schule mit 2 Klassenräumen je 60 qm, ein Büro 25 qm, eine WC-Anlage mit vier Kabinen und eine Klärgrube (Baffled Reaktor) gebaut. Die Finanzierung hat die Gruppe ZOBB Bremen und Partner (Zentrum für Ökologisches Bauen Bremen) übernommen..



Unterricht in der Fodeya Schule.

Der Unterricht hat auch hier begonnen. Wir haben zurzeit 120 SchülerInnen (Mädchen und Jungen) im Alter von 4 bis 15 Jahren und drei Lehrer, so dass jeder Lehrer einen eigenen Klassenraum hat und der dritte Lehrer übernimmt die Funktion des Rektors der Schule. Das Unterrichtsprogramm und die Lehrinhalte sind auf nationaler Ebene festgelegt worden. Aber unsere Unterrichtsmethode wird die gleiche sein wie in der Schule Fodeya.




Nach der gleichen Methode werden wir in allen unseren Schulen unterrichten. Die Lehrinhalte sind: Lesen, Schreiben, Rechnen, Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde, Biologie, Atelier für Holz und Metall, Landwirtschaft und Sport. Auch die neuen Angebote, nämlich die Fahrrad-Werkstatt und die Nähwerkstatt, werden nach und nach integriert.

Der Unterricht läuft an 5 Tagen in der Woche: täglich von Montag bis Freitag und zwar vormittags von 8 Uhr bis 12 Uhr, und nachmittags von 14 Uhr bis 17 Uhr. In Kanty haben wir zwei Gruppen von SchülerInnen: die erste Gruppe ist die Vorschule und die zweite Gruppe ist die erste Klasse. Wir sind also in der Schule Kanty mit zwei Gruppen gestartet. Die Gruppe ist in zwei Altersgruppen geteilt worden: von 4 bis 7 Jahren eine Gruppe und von 8 bis 15 Jahren die andere Gruppe.

Eine Besucherin aus Bremen.


Weiterbau und erster Schultag in Wondikhoure!

Der erste Schultag in Wondikhoure. Hier hat auch der Unterricht in der Schule Wondikhoure begonnen

In Wondikhoure haben wir weiter gearbeitet und zwar an der Herstellung der Tafeln. Die Innen- und die Außenwände sind geputzt worden. Die Schulmöbel sind auch hergestellt worden: die Stühle, die Tische, aber auch die Fenster und die Türen sind gemacht worden. Die Decken wurden abgehängt, das Geländer, der Fußboden und die Wände sind gemacht worden. Also kann man sagen, dass die gesamten Arbeiten am Schulgebäude abgeschlossen wurden. Im Moment ist es Regenzeit und bald beginnen die Schulferien. Es wäre schön, wenn wir vor Ende der Schulferien die WC-Anlage und die Klärgrube (Baffled Reaktor) fertigstellen könnten..

Am 06. Mai 2013 hat der erste Unterricht in der Schule Wondikhoure begonnen. Viele Menschen sind zur Eröffnung der Schule gekommen. Es herrschte nur Freude, obwohl die Schule noch nicht ihre WC-Anlage, ihre Klärgrube und ihren Brunnen hat. Die Menschen sind einfach sehr glücklichen mit ihrer neuen Schule.




Was noch besonders gut war: Mr. Rüdiger Schütz hat mit mir live aus Scheeßel telefoniert. Und dabei ein kurze Rede in „Sousou“ gehalten. Alle Leute, die dort waren, haben sie mitgehört. Sie waren sehr glücklich, die Rede mithören zu dürfen. Es war eine große Freude in Wondikhoure. Die Freude bei der Bevölkerung war groß und überall hat man davon erzählt.

Die Kinder, die keine Platze bekommen haben, müssen sie im Flur sitzen und lernen



Zu Anfang haben wir drei Lehrer angestellt. Die Unterrichts-methode wird der in der Schule Fodeya und Kanty ähnlich sein. Das Programm ist zwar national festgelegt, aber die Unterrichtsmethode wird von ALB/NRO und Partnern festgelegt. Der Unterrichtsplan ist ähnlich wie in der Schule Fodeya und Kanty. Die SchülerInnen sind in verschiedene Altersgruppen eingeteilt worden, so dass jedes Kind in seiner gleichen Altersgruppe bleibt.

Die Gemeinde Wondikhoure hat nicht nur die Freude an seiner neuen Schule, sondern sie hat auch ein Fußballturnier für die Gäste aus Bremen mitorganisiert. Es war ein ganz besonderes Sportereignis in Wondikhoure, es gab viel zu essen und zu trinken.

Familienfoto vor der Schule in Wondikhoure. Die zukünftigen SchülerInnen und deren Eltern, die Schulverwalter, die drei Lehrer, der Elternbeirat und die ALB stehen vor dem Schulgebäude in Wondikhoure.








Die ALB mit den Lehrern, den SchülerInnen und der Gemeinde Wondikhoure haben alle zusammen ein Fußball-Turnier für die Besucherin aus Bremen organisiert. 6 Schulen (6 Mannschaften) waren eingeladen. Jede Schule durfte zwei Mannschaften (1 Mädchen- M. und 1 Jungen-M.) mitbringen. Am Ende des Turniers waren vier Mannschaften, die es geschafft hatten, das Finale zu erreichen. Die Schule Fodeya hat die beiden Pokale gewonnen. Das Turnier ist gut verlaufen und hat auch viel Spaß gemacht. Bravo Schule Fodeya!!!


Schule Fodeya

In der Schule Fodeya: hier hat die Besucherin aus Bremen mit den SchülerInnen und den Lehrern gearbeitet. Die Themen waren: der Religionsunterricht und „Ich darf reden“. Sie hat die Szene aufgenommen. Und dann haben wir eine kurze Pause gemacht.

In der Pause gab es Probleme, ein Mädchen hatte eine Verletzung am Fuß, und sie brauchte dringend Hilfe. Unser Gast konnte ohne Probleme die erste Hilfe leisten. Da sie auch Medizin studiert hatte, war das Problem schnell gelöst. Und wir werden das Mädchen weiterbehandeln.


Weiterbau in Fodeya

In Fodeya wird auch gebaut, bis Ende Juni 2013 sollen die drei Lehrerhäuser und der Wassertank (= das kleines Häuschen für den Tank) gebaut werden. Alle notwendigen Materialien sind zusammengestellt worden. Die Voraussetzung ist, dass wir die restlichen Mittel für die gesamt Konstruktion finden (es fehlen noch Gelder).
Ein Haus ist schon fast fertig, und das zweite soll auch bald fertig werden. Wir haben nicht genügend Gelder, um die drei Lehrer-Häuser und das Wassertankhaus auf einmal zu bauen. Wir bitten um eure Unterstützung, da der Regenzeit vor der Tür steht!

 













Die beiden Container

Die beiden Container sind gut angekommen, und ohne große Schwierigkeiten auch aus dem Hafen herausgekommen. Die Direktorin von der „Region Administrative de Kindia“ hat eine große Rolle gespielt: dadurch hat das Bildungsministerium alle staatlichen Gebühren annulliert.
Also haben wir keine Zollgebühren bezahlt, sondern nur die Firmen bezahlen, die im Hafen im Container-Terminal arbeiten. Das sind die Firmen von der Transport-Gesellschaft und der Firma, die entladen hat.


Für die Entladung von beiden Containern haben wir zwei Autos mit Kran gemietet. Ein Auto allein könnte es nicht schaffen.

Der Inhalt der Container

Der Inhalt der Container wird zuerst ausgeladen, aussortiert, und dann nach Kategorien klassifiziert. Die Schul-materialen werden durch zwei geteilt: ein Teil geht an die öffentlichen Schulen in Kindia, und dieser wird auch an die Direktorin von der „Region Administrative de Kindia“ übergeben.
Die Überreichung wird ganz offiziell sein. Ein hoher Repräsentant aus dem Bildungsministerium wird auch dabei sein. Ebenso die Presse und zahlreiche Gäste.
Der zweite Teil Schulmaterial und die restlichen Teile mit Nicht-Schulmaterialien werden an die drei Schulen (Fodeya, Kanty und Wondikhoure) verteilt. Alle diese Aktionen werden dokumentiert und dann an KANIA e.V. gesendet.

Fahrradwerkstatt

Die Nähmaschinen werden in die Nähwerkstatt gestellt. Es wird offiziell eine Nähwerkstatt bzw. ein Atelier für die Schülerinnen eröffnet.

Fahrradwerkstatt

Die Fahrräder werden an die Lehrerinnen, die Schülerinnen und die Mitarbeitern von ALB/NRO gegeben.
Übrigens werden wir eine Fahrradwerkstatt für unsere Schülerinnen eröffnen können, da wir viele Werkzeuge und Ersatzteile bekommen haben. In der Zukunft werden unsere Schülerinnen nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, sondern sie werden auch die Möglichkeiten bekommen, in der Nähwerkstatt zu lernen, wie genäht und geschnitten wird. Oder in der Fahrradwerkstatt: dort haben sie auch die Möglichkeit zu lernen, wie man ein Fahrrad repariert kann. Diese Angebote wird es in Zukunft an allen unseren Schulen geben.

Ab Oktober 2013 werden die Nähwerkstatt und die Fahrradwerkstatt in Betrieb genommen. Aber zuerst müssen wir eine vernünftige Nähwerkstatt und eine Fahrradwerkstatt aufstellen.

Wir haben in diesem Jahr besonders viel Gutes bekommen, über das wir uns riesig gefreut haben: Wir haben die Schule Kanty eingeweiht, eine Journalistin aus Bremen hat uns besucht; sie heißt Frau Dorothea Brummerloh. Sie ist einer freie Journalistin und ihren Themen waren: Bildung, Gesundheitsversorgung, Genitalverstümmelung von Mädchen, der Religionsunterricht und die Naturreligion. Und die beiden Container sind gut angekommen und ohne große Probleme aus dem Hafen herausgekommen.

Also, das Jahr 2013 ist schon gut bei uns angekommen und wir hoffen, dass die restlichen Monate noch besser werden.



Liebe Projekt-UnterstützerInnen, wie ihr seht, wir brauchen eure Unterstützung. Die beiden Container haben eine große Freude in der Region Kindia ausgelöst. Vielen, vielen Dank für eure Unterstützung!!!


Jahresbericht:2010/2011 - 2011/2012
 
Am schwarzen Brett


Bis jetzt haben wir schon drei Fundamente hergestellt. Das erste Haus ist noch im Bau und bald soll es auch fertig sein.


Die Lehrerhäuser

Das Wassertankhaus in der Schule Fodeya ist fast fertig und bald soll es in Betrieb genommen werden.




Lehrmotivation

„Damit z.B. Lehrkräfte gern an unsere Schulen kommen, müssen sie eine ansprechende Umgebung vorfinden. Dafür ist das Wohnhaus eine wichtige Einrichtung“(…)..

Lehrerwohnhaus

Hier ist es sehr schwer, einen Lehrer zu finden, der bereit ist, in einem Dorf zu leben und zu arbeiten.
Allgemein im Dorf gibt es keinen Strom, keine Wasserleitung, keine Telefonier-Möglichkeit, keine Einkaufsmöglichkeit, und keine –Transport-Möglichkeit. Einmal in der Woche gibt es einen Wochenmarkt, dann kommen vielen Händler und Autos. Sie bieten auch viele Sachen zum Verkauf an.
Nur an diesem einen Tag in der Woche hat man die Möglichkeit, alle möglichen Sachen zu kaufen, die man zum Leben für die nächsten sieben Tage braucht. Aber wenn man den Markt verpasst hat, dann muss man auf den nächsten Wochenmarkt warten, oder man bestellt ein Taxi. Das ist aber teuer. Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit, in die nächste Stadt mit einem Wagen zur fahren. Oder man geht zu Fuß dorthin.

Diese Situation macht es für einen Lehrer schwer, in einem Dorf zu arbeiten. Deswegen kommen auch die Lehrer nicht gern ins Dorf zum Arbeiten. Mit der Lehrerwohnung wird es anders sein! Das glaube ich jedenfalls. Um dem Lehrberuf attraktiver zu machen, haben wir gedacht, dass die Lehrerwohnhäuser sehr notwendig sind. Also, brauchen wir Unterstützung, damit das möglich wird.



Die aktuelle Schule in Tamidi


Die Gemeinde Tamidi

Tamidi, eine andere Dorfgemeinde, liegt 18 km in süd-/westlicher Richtung von Friguiagbé entfernt. Tamidi ist größer als Fodeya, Kanty, und Wondikhoure. Die Menschen aus Tamidi und Umgebung haben sich zusammengetan, um eine Schule in Selbsthilfe zu bauen. Sie haben dabei 25000 Setzlinge Ananas angepflanzt und nach der Ernte soll der Erlös für den Schulbau sein.

Auch hier hat sich die Journalistin die Nana- Plantage und die verschiedenen Dörfer angesehen.




Ein anderer Mitschüler

Das Thema war: wir brauchen auch eine Schule.
ie Idee, eine eigene Schule in „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu bauen, ist genial. Wenn es uns mit den Menschen in Tamidi gelingt, die Idee zu verwirklichen, dann hat das Ziel „Hilfe zur Selbsthilfe“ geklappt.
Es wäre dann die erste Schule, die ihre Schule selbst nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ finanzieren könnte.
Es ist sehr schwer für die Menschen von Tamidi, sich ihre Träume nicht erfüllen zu können, weil ihre finanziellen Möglichkeiten begrenzt sind. Sie verdienen wenig und sie können auch nicht sparen, um ein Schulgebäude zu bauen. Deswegen wollen wir mit diesen Menschen etwas ganz Neues probieren - nämlich eine Schule in „Hilfe zur Selbsthilfe“-Methode bauen. Und ich glaube, es wird hin- und hergehen, bis wir eine konkrete Lösung finden werden. Und dann wird die Schule gebaut.


Die schon gesammelten Bau- Materialien: die Feldsteine, der Sand und der Kies. Sie sind noch dabei die restlichen Baumaterialien für ihre Schule zu sammeln.


Die 25000 gepflanzten Setzlinge.


Die 25000 gepflanzten SetzlingeDie Ananasplantage für das Schulbauprojekt in Tamidi


Jedenfalls brauchen wir Unterstützung: die Gemeinde Tamidi hat schon Ananas angepflanzt. Für die Ernte brauchen wir ein oder mehrere Abnehmer! Jemand, der die Ananasfrüchte kaufen kann! Das wäre besonders hilfreich. Oder jemand, der bereit ist, die Menschen in Tamidi zu unterstützen, damit die Schule gebaut werden kann.