Die Realität
Ca. 150 Millionen Kinder in den Entwicklungsländern haben keinen Zugang zu Schulbildung und Millionen anderer Kinder besuchen Schulen, wo sie kaum Bildung erhalten.
Für Millionen anderer Kinder ist ein Schulbesuch nicht möglich, da sie Ganztagsjobs haben. Es gibt zu wenig qualifizierte Lehrer, oder Familien können sich die Kosten nicht leisten.
Wenn Menschen das Recht auf Bildung vorenthalten wird, beeinträchtigt das die Kapazität, produktiv zur arbeiten, sowie sich und ihre Familien zu ernähren und zu schützen. Jene Menschen, die die Bedeutung von Gesundheit, Hygiene und Ernährung verstehen, können ihre Familien besser vor vermeidbaren Krankheiten schützen und somit ihr Potential für wirtschaftliche Produktivität und finanzielle sowie soziale Stabilität erhöhen.

Das Vorenthalten von Bildung beeinträchtigt auf Gesellschaftsebene die Demokratie, den sozialen Fortschritt, den Frieden und die Sicherheit.
Die Gründe für die Vorenthaltung dieses Recht sind vielschichtig: Viele Mädchen können aufgrund ihres Geschlechts nicht zur Schule gehen, sie bleiben daheim und arbeiten im Haushalt. Mädchen, die zur Schule gehen, werden oft diskriminiert, sind entmutigt und brechen ihre Ausbildung ab.
Jedes Kind hat das Recht auf jene Qualität von Bildung, welche die Begabung und die geistigen und körperlichen Fähigkeiten des Kindes voll zur Entfaltung bringt.
Doch in Entwicklungsländern sieht die Realität anders aus: überfüllte Klassenzimmer, bis zu 150 Kinder in einer Klasse. Viele Lehrer haben selbst keine richtige Ausbildung; Unterrichtsmaterial ist oft nicht vorhanden. Die Unterrichtsprache ist nicht die Muttersprache der Kinder. Es fehlen sanitäre Anlagen, und es gibt kein sauberes Trinkwasser. Der Unterricht hat oft keine praktische Relevanz für den Alltag der Kinder.



In der Sous –Präfektur Friguiagbé
In der Sous –Präfektur Friguiagbé sind ungefähr 22.000 Einwohner registriert. 7 Distrikte mit - 9.500 Kindern im schulpflichtigen Alter - ca. 5 öffentlichen Schulen und einer Privatschule - und einer Alphabetisierungsquote von derzeit 60%. Folgende Gründe liegen der beschriebenen Problematik zugrunde: -die großen Entfernungen zwischen den Ortschaften und zur Schule betragen in der Regel ca. 10 bis 30 km -die Finanzmittel sind nicht ausreichend vorhanden, um Schulen zu bauen. Das Arbeitsfeld der Grundschule umfasst die formale Schulausbildung für Kinder unter 15 Jahren in der Primarstufe sowie eine fachlich optimale Aus –und Fortbildung für Lehrer.